Der Begriff „Prokrastinierer“ wird uns in Zukunft öfter begegnen. Er leitet sich von dem lateinischen Verb „procrastinare“ ab. „Pro“ bedeutet „für“ und „cras“ steht für „morgen“ – also das Verschleppen als Prinzip. Prokrastinierer haben erkannt, dass sich Faulheit sofort auszahlt und Anstrengung erst später. Dringende Themen werden ständig angekündigt, aber selten erledigt, denn Prokarstinierer sind Meister der Ablenkung. John Perry, Philosophieprofessor in Stanford nennt diese Art des Aufschiebens „strukturierte Prokrastination“. Max Goldt beschreibt in seinem Buch „QQ“ in einer Episode auf wunderbare Weise einen Tag im Leben eines Prokrastinierers. In Zeiten der übervollen Terminkalender lohnt es sich darüber nachzudenken, auf welche Ablenkungen in Zukunft verzichtet werden kann. Dann sind wird endlich auf dem Weg zur 4-Stunden Woche. Wie das gehen soll, steht im neuen Buch von Timothy Ferriss, Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben.
Warum in die Ferne lesen? Im Herbst wird es auch ein deutsches Buch zum Thema geben, geschrieben von Kathrin Passig und Sascha Lobo. Titel vermutlich "Wie man Dinge geregelt kriegt ohne einen Funken Selbstdisziplin".
Kommentiert von: Thomas Knüwer | 13. Juni 08 um 12:48 Uhr