Kaum ein Management-Modewort ist in den vergangenen Monaten so unbedarft benutzt worden wie der „Long Tail“. Platt gesagt, glauben viele Entscheider, hier ginge es nur um eine immer weitere Diversifikation von Musik- oder Buchgeschmäckern. Doch Chris Andersons Theorie geht weiter: Der Chefredakteur der Web-Bibel „Wired“ schildert, dass die Menschen schon immer extrem unterschiedliche Wünsche hatten – und das nicht nur im Bereich Kultur. Durch das Internet werden diese nicht nur sichtbar, sie lassen sich auch zum ersten Mal wirtschaftlich befriedigen, wenn es gelingt, Teile des Herstellungs- und Vertriebsprozesses zu digitalisieren. Mehr noch: Es gibt Bereiche, in denen dieser lange Schwanz aus Individualbedürfnissen mehr Geld bringen kann, als das Bedienen des Massenmarktes. Andersons Werk ist leicht, teilweise sogar unterhaltsam zu lesen und aufs Äußerste konzentriert. Ach, wenn doch alle Managementbücher so gut wären.
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