18. Februar 09

Toscani und die Mafia

Der italienische Starfotograf Oliviero Toscani, der in der Vergangenheit vor allen Dingen für die Modefirma Benetton immer wieder provozierte, sorgt mit einer neuen Initiative für Diskussionen. Toscani ließ in Italien den Namen „MAFIA“ als Markennamen registrieren. MAFIA steht für Mediterranean association for international affair. Mit dieser Marke sollen in der sizilanischen Ortschaft Salemi bei Palermo Kommunikationsprojekte gefoerdert werden. Oliviero ist Mitglied des Stadtrats von Salemi und auch wenn noch nicht genau feststeht, welcher Gebrauch von der eingetragen Marke gemacht werden soll, zeigt sich hier, wie gut es ist, kreative Koepfe für Kommunalpolitik zu gewinnen. Angesichts der oft einfallslosen und austauschbaren Kommunikationskonzepte deutscher Staedte und Gemeinden koennten solche Ideen hier doch auch Schule machen. Oder hat sich vielleicht schon jemand das Akronym R.A.F. schuetzen lassen?

16. Februar 09

Starappeal ohne OP

Wer sich schon immer einmal mit perfektem Styling und Super-Astralkörper sehen wollte, kann sich ganz einfach ohne Schönheits-Op und Diätquälerei zumindest für ein Foto superstarschön machen. Ja, wenn wir doch so aussähen…faceinhole.com


Pic2

10. Februar 09

grownup digital

Grown up digital 2009 - 1993 = 16. Eine wichtige Rechnung. 

Wer im Jahr 2009 16 wird, hat im Geburtsjahr des World Wide Web das Licht der Welt erblickt. Und das bedeutet: Diese Generation ist mit dem Internet aufgewachsen. Das verändert vieles: Das Verhältnis zu Freunden, zum Beispiel. Oder die Haltung zur Arbeit und zum Arbeitgeber. 

Der kanadische Unternehmensberater und Bestsellerautor Don Tapscott hat mit seiner Firma  N-Genera in einer aufwändigen Studie tausende von Jugendlichen weltweit befragt und beschreibt in seinem neuen Buch, wie sich diese Net-Generation von ihren Eltern unterscheidet. "Grown up digital" ist derzeit nur auf Englisch erhältlich. Aber egal: Das Buch ist Pflichtlektüre für Marketeers, Manager - und Eltern. Mehr Informationen


09. Februar 09

Cheap-Chic

In der Krise hinterfragen Verbraucher ihr Markenbewusstsein kritisch. Die vermeintliche Sicherheit die Luxusmarken geben, wird vom Gros der Konsumenten als nicht mehr so wichtig erachtet. Qualität kommt dann auch ohne Luxusmarken-Anspruch aus. So werden plötzlich wieder die qualitativ hochwertigen Levis Jeans für 46 Dollar dem Paar Designer Jeans für 400 Dollar vorgezogen - auch wenn nicht "Rock Republic", oder "seven for all mankind" auf Knöpfen und Taschen stehen fühlen die Käufer sich mit ihrer Entscheidung wohl. Kunden wollen sich den Überfluss nicht mehr leisten bevor sie ihn sich nicht mehr leisten können. Das Signal "ich trage eine teure Marke, also stelle ich etwas dar" wird immer mehr abgelöst von der verantwortungsbewussten Entscheidung für Qualität zum angemessenen Preis. Dabei wird nicht der Billige Jakob zur Ausweichadresse. 

Die Cheap Chic Strategie in das Marketing einzubeziehen kann zu einer Vorreiterrolle führen. So hat der US-Retailer Target schon deutlich vor der Finanzkrise mit einer radikalen Umpositionierung Richtung "upscale Discounting" Marktanteile gewonnen. Unter dem Claim "Expect more pay less" lässt Target sich messen. Die Kooperation mit angesehen Designern sowie ein phantasievolles Branding und eine Design-orientierte Produktrange zu angemessenen Preisen führten dazu, dass die Stores und Produkte beim Verbraucher hohe Begehrlichkeit weckten und der Wettbewerber Kmart überholt werden konnte. Den größten Teil des Marketingbudgets steckt Target nicht in klassische Werbung sondern in intelligente Kundenbindungsmaßnamen und Imageprojekte. Was die Kunden, die sich heute alle immer besser über Produkte informieren, eine weitere Sicherheit vermittelt.

26. Januar 09

Zettelwirtschaft

Jason Bitner und Davy Rothbart sammeln seit Jahren achtlos weggeworfenen Zettel mit skurilen, lustigen oder rührenden Botschaften. In ihrem Onlinemagazin www.foundmagazin.com werden die besten Fundstücke veröffentlicht. Jetzt hat der Züricher Verlag Kein & Aber ein Buch daraus gemacht.Hier kann die aktuelle Sammlung betrachtet werden.

Kostprobe gefällig? Hier ein Zettel von einem schwarzen Brett in Berlin: Mein Freund ist weggelaufen … wie ein räudiger Dackel irgend so einer blonden Tussi hinterher. Wer Angaben zu der Frau oder zu meinem jetzigen Ex-Freund (Ingo Lenz, 32, Bürokaufmann) machen kann, schreibt mir bitte unter Chiffre: Komm_Du_mir_mal_nach_Hause_Freundchen! P.S.: Ingo, wenn Du das liest, nur zur Info: Deine Platten liegen im Sondermüll! Und ja, auch das White Album mit den Unterschriften!

Wäre doch wirklich schade, wenn uns solche Botschaften vorenthalten würden…

27. November 08

Eiskaltes Händchen, mir graut vor Dir

Die Temperaturen sinken, die Zähne klappern, eisige Winde umwehen mich und dann das: mein Handy klingelt. Mein geliebtes iPhone. Es hat einen Touchscreen und noch habe ich warme Hände in meinen Handschuhen. Entweder bleiben sie warm und ich kann wegen der Handschuhe nicht drangehen oder nehme das Gespräch an und mir frieren die Hände ab. Bisher. Jetzt hat ein schlauer Mensch Handschuhe mit kleinen Metallnoppen an den Fingerkuppen erfunden, die den Bildschirm nicht verkratzen sollen – wählbar für Links- oder Rechtstelefonierer, ab 15 Dollar. Der Winter kann kommen, die Anrufe auch.Dotgloves